Wie und wann kann Corona- Kurzarbeit in meinem Betrieb eingeführt werden?

Corona-Kurzarbeit ist in Ihrem Unternehmen unabhängig von der Betriebsgröße und unabhängig von der Branche möglich. Auch Vereine und juristische Personen des öffentlichen Rechts, die am Erwerbsleben teilnehmen (z.B. öffentliche Museen), können Kurzarbeit einführen. Wenn Ihr Unternehmen Corona-Kurzarbeit einführen möchte, nimmt es in einem ersten Schritt Kontakt mit dem AMS auf. Das kann per E-Mail oder telefonisch erfolgen.

Zeitgleich finden Gespräche auf betrieblicher Ebene statt, um in Betrieben mit einem Betriebsrat eine unterschriftsreife Betriebsvereinbarung abzuschließen.

In Betrieben ohne Betriebsrat braucht es Vereinbarungen mit jedem/jeder einzelnen Arbeitnehmer/in. Diese werden zwecks Vereinfachung aber in einem Exemplar mit Unterschriften der Beschäftigten auf der letzten Seite gesammelt. Das spart Zeit und minimiert den bürokratischen Aufwand.

Dann wird die Vereinbarung von den Sozialpartnern,(Gewerkschaft und Vertretung des Arbeitgebers, zumeist Wirtschaftskammer) unterschrieben. Im letzten Schritt wird die Vereinbarung durch den Arbeitgeber an das AMS übermittelt. Das ist sowohl per eAMS-Konto als auch per E-Mail möglich.

Ab Phase 5 gilt für den Arbeitgeber zudem: Betriebe, die nicht bereits im Zeitraum zwischen 1.4.2021 und 30.6.2021 in Kurzarbeit waren, haben VOR Begehrensstellung (beim AMS) und Abschluss der Sozialpartnervereinbarung (mit den Beschäftigten bzw. dem Betriebsrat) der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS ihre Absicht, in Kurzarbeit zu gehen, anzuzeigen und einen Beratungstermin mit AMS, Gewerkschaft und Wirtschaftskammer zu absolvieren.