Wie kann meine Arbeitszeit verringert werden?

Im gesamten Zeitraum der Kurzarbeit (z.B. 3 Monate) müssen Sie mindestens zehn Prozent Ihrer bisherigen Arbeitszeit und dürfen höchstens im Ausmaß von 90% arbeiten. Diese Quote muss pro Durchrechnungszeitraum, also in jeder Kurzarbeits-Phase erbracht werden. Wie viel Sie jedoch in den einzelnen Wochen der Kurzarbeits-Phase arbeiten, ist für die Kurzarbeitsbeihilfe, die Ihr Arbeitgeber erhält ohne Bedeutung. Die gesamte Kurzarbeitsphase stellt einen eigenen Beobachtungszeitraum dar, in dem die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllt sein müssen.

Die Arbeitszeit kann daher innerhalb ihrer Kurzarbeitsphase unterschiedlich aufgeteilt werden, sodass Sie am Anfang vielleicht null Stunden in der Woche arbeiten, später entsprechend mehr.

Ein Beispiel:

Ein Betrieb führt für 3 Monate (13 Wochen) Kurzarbeit ein. Davon ist auch eine Vollzeitkraft mit 38,5 Wochenstunden Normalarbeitszeit betroffen.

10 % von 38,5 Stunden sind 3,85 Stunden. Mit 13 Wochen multipliziert bedeutet das, dass die Vollzeitkraft im gesamten Zeitraum der Kurzarbeit mindestens 50,05 Stunden (also 50 Stunden und 3 Minuten) arbeiten muss.

Wann diese 50 Stunden und 3 Minuten erbracht werden, wird im Betrieb festgelegt und hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.

Es wäre also möglich, in den ersten 11 Wochen gar nicht zu arbeiten. Die Vollzeitkraft bekäme dafür 80-90% ihres bisherigen Einkommens ersetzt, der Arbeitgeber hätte 11 Wochen lang gar keine Personalkosten.

In der 12. Woche könnte beispielsweise 11 Stunden und 33 Minuten gearbeitet werden, um in der letzten Woche wieder, wie gewohnt, 38,5 Stunden zu leisten.

Sollte sich in der Zwischenzeit herausstellen, dass in Ihrem Betrieb nun doch mehr gearbeitet werden muss, als zu Beginn geplant, wird das AMS das am Ende des Monats ohnehin aus den übermittelten Arbeitszeitaufzeichnungen herauslesen. Ihr Arbeitgeber bekommt dann einfach weniger Förderung.