Gibt es nach der Kurzarbeitsphase einen Kündigungsschutz?

In den Kurzarbeitsvereinbarungen wird eine Behaltefrist für die Dauer von einem Monat ab Ende der Kurzarbeit festgelegt. In dieser Zeit können Kündigungen vom Arbeitgeber nicht ausgesprochen werden. Diese Behaltefrist nach der Kurzarbeit gilt natürlich nur für die ArbeitnehmerInnen, die von der Kurzarbeit betroffen waren.

Sollten Sie während der Kurzarbeit oder vor Ablauf der Behaltefrist dennoch gekündigt werden, kann die Kündigung möglicherweise bei Gericht bekämpft werden.

In Phase 2 gilt zusätzlich: Wenn sich nach Einführung der Kurzarbeit die wirtschaftlichen Verhältnisse im Betrieb wesentlich verschlechtern, kann die Behaltefrist mit Zustimmung der Gewerkschaft verkürzt werden oder gänzlich entfallen. Erteilt die Gewerkschaft ihre Zustimmung nicht, kann sie durch Entscheidung des AMS-Regionalbeirates ersetzt werden.

Wichtig: Mit einer Klage lösen Sie einen Gerichtsprozess aus, der für Sie mit Kosten verbunden sein kann! Bitte kontaktieren Sie davor unbedingt die für Sie zuständige Arbeiterkammer oder Gewerkschaft und lassen Sie sich umfassend beraten – auch um sicherzustellen, dass wir Ihnen Rechtsschutz gewähren können und die Gerichtskosten teilweise oder zur Gänze übernehmen.