Ich habe Schwangerschafts-Diabetes und gehöre damit zu einer Risikogruppe. Muss ich in die Arbeit gehen?

Wenn Sie an Diabetes aufgrund der Schwangerschaft leiden, können Sie besonders schwer krank werden, wenn Sie mit dem Corona-Virus angesteckt werden. Sie gehören möglicherweise zur sogenannten COVID-19-Risikogruppe. Nehmen Sie daher sofort mit Ihrem behandelnden Arzt Kontakt auf! Ihre Erkrankung kann grundsätzlich eine vorzeitige Freistellung nach dem Mutterschutzgesetz rechtfertigen. 

Zusätzlich gelten für Sie die generellen Bestimmungen zu COVID-19-Risikogruppen: Der Dachverband der Sozialversicherungsträger prüft von sich aus, ob Sie zur offiziellen Risikogruppe gehören. Dabei kommt es insbesondere darauf an, welche Medikamente Sie nehmen. Man wird Sie schriftlich informieren. Wenn Sie die Information der Krankenkasse (noch) nicht bekommen haben, rufen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt an. Dieser kann auf Grundlage der medizinischen Erkenntnisse feststellen, ob Sie mit Ihrer Erkrankung zur offiziellen COVID-19-Risikogruppe gehören und auf dieser Basis ein COVID-19-Risikoattest ausstellen. 

Vorsicht: Wenn der Arzt das Attest ausstellt, können Sie trotzdem nicht einfach zu Hause bleiben. Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung und Fortzahlung des Entgelts haben Sie nur, wenn Sie kein Homeoffice machen können und Ihr Arbeitgeber Ihr Ansteckungsrisiko im Betrieb nicht auf ein absolutes Minimum reduzieren kann.