Ich muss im Homeoffice „nebenbei“ Kinder betreuen – wie soll das gehen?

Achtung: Der Anspruch auf Sonderbetreuungszeit ist mit Ende des Schuljahres (8. Juli 2022) ausgelaufen. Sobald die Regelungen wieder in Kraft treten, informieren wir Sie unverzüglich auf unseren Internetseiten!

Viele Eltern müssen in Zeiten von Corona Homeoffice und Kinderbetreuung mindestens an einigen Tagen pro Woche unter einen Hut bringen. Das ist, bei allen Bemühungen nach gemeinsamer Struktur, gutem Zeitmanagement und Pausen, für viele kaum zu bewältigen. AK und ÖGB haben lange für einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit gekämpft und ihn schließlich durchgesetzt. Zwischen 1.11.2020 und 9.7.2021 und nunmehr zwischen 1.09.2021 und 08.07.2022 müssen Eltern Sonderbetreuungszeit bekommen, wenn Kindergarten oder Schule geschlossen werden und dort keine Betreuung angeboten wird oder das eigene Kind in Quarantäne muss – ohne den Arbeitgeber um Erlaubnis bitten müssen. Zusätzlich ist es weiterhin möglich, eine Sonderbetreuungszeit im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren, selbst dann, wenn Schule oder Kindergarten eine Notbetreuung anbieten und der Rechtsanspruch somit nicht greift. Das gilt in einem Lockdown auch dann, wenn der Regelunterricht zwar stattfindet, Eltern jedoch auf eigenen Wunsch auf dislozierten Unterricht in Form von „Homeschooling“ setzen bzw. die Betreuung zu Hause übernehmen.

Als Anreiz für den Arbeitgeber, dieser Maßnahme zuzustimmen, bekommt dieser einen Kostenersatz von 100%.

Dafür haben wir uns eingesetzt: 

  • Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit 
  • Weiterhin Vereinbarungsmöglichkeit dort, wo Rechtsanspruch nicht greift 
  • Zwischen 1.11.2020 und 9.7.2021 vier Wochen, zwischen 1.09.2021 und 31.12.2021 drei Wochen und zwischen 1.1.2022 und 8.7.2022 ebenfalls drei Wochen pro Elternteil 
  • 100% Kostenersatz für die ArbeitgeberInnen durch den Bund 

Lesetipp:

Sonderbetreuung – was ist das und wie bekomme ich sie?