Wer muss Homeoffice-Kosten für Internet, Handy, Strom etc. bezahlen?

Kosten, die bei Ihnen durch das Homeoffice zusätzlich anfallen (z.B. Telefon- und Internetkosten, nicht aber Einrichtungsgegenstände), muss Ihnen Ihr Arbeitgeber ersetzen. Treffen Sie im Vorfeld unbedingt eine Vereinbarung darüber, indem Sie sich etwa auf einen pauschalen Aufwandsersatz einigen. Wenn Sie in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat haben, kann dieser für die gesamte Belegschaft mit dem Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung abschließen und diese wichtigen Rahmenbedingungen festlegen.

Halten Sie in der schriftlichen Homeoffice-Vereinbarung schon zu Beginn fest, wie viel der vom Arbeitgeber geleistete Kostenersatz (pro Homeoffice-Tag) betragen wird. Unabhängig davon, wie hoch der Kostenersatz ausfällt, sind davon Zahlungen des Arbeitgebers für digitale Arbeitsmittel bis zu 3 Euro pro Homeoffice-Tag (und höchstens 300 Euro pro Jahr) steuer- und beitragsfrei. Sie erhalten den Betrag daher in voller Höhe ausbezahlt. Das wurde im Rahmen des von Arbeiterkammer und Gewerkschaften verhandelten Homeoffice-Pakets beschlossen.

Geht es nur um kleine Anschaffungen, etwa für Papier, Stifte oder einen USB-Stick, dann wird es reichen, wenn Sie die Rechnungen aufheben und später Ihrem Arbeitgeber übermitteln. Geht es um größere Ausgaben, sollten Sie jedenfalls im Vorfeld mit Ihrem Arbeitgeber Rücksprache halten, denn eigentlich muss die Firma dafür sorgen, dass Sie die technische Ausstattung haben, die Sie brauchen.