Wie sind Feiertage in der Kurzarbeit zu beurteilen?

Hier muss unterschieden werden:

  • Fällt ein Feiertag auf einen Werktag und wird am Feiertag normalerweise ohnehin nicht gearbeitet, gilt:
    • Der/die AN erhält kein zusätzliches Entgelt; das laufende Feiertagsentgelt ist mit der pauschalen Ersatzrate (80/85/90%) bereits abgegolten.
    • Der AG kann dem AMS an diesen Tagen keine Ausfallstunden angeben und erhält daher keine Förderung, da die Stunden eben feiertagsbedingt und nicht kurzarbeitsbedingt ausfallen.
  • Wird im Betrieb hingegen an Feiertagen normalerweise gearbeitet (z.B. Gastgewerbe), gilt:
    • Der/die AN muss wie an anderen Werktagen (eventuell verkürzt) arbeiten und erhält dafür zusätzlich ein Feiertags-Arbeitsentgelt:
      In Phase 1: Wenn an dem Tag kurzarbeitsbedingt nur eine verkürzte Arbeitsleistung erfolgt, wird das FT-Arbeitsentgelt in Höhe des sonst üblichen Kurzarbeits-Entgelts bemessen.
      In Phase 2: Die tatsächlich geleisteten Stunden sind voll zu entlohnen (bzw. fließen eben voll in die monatliche Entgeltrechnung ein).
    • Der AG kann vom AMS Kurzarbeits-Förderung nur für die nicht abgerufenen Feiertags-ARBEITS-Stunden verlangen (wird also zB nicht von 8-17 sondern nur von 8-12 gearbeitet, so stehen 5 Ausfallstunden zu). Der Ausfall entsteht immerhin kurzarbeitsbedingt und nicht feiertagsbedingt.