Was bedeutet die einmonatige „Mindestbeschäftigungsdauer“ vor Kurzarbeit?

Für die Gewährung der Beihilfe an Ihren Arbeitgeber verlangt das AMS, dass jeder betroffene Arbeitnehmer und jede betroffene Arbeitnehmerin zumindest einen vollen Kalendermonat im Betrieb beschäftigt und abgerechnet wurde.

Aus diesem Grund kann eine Kurzarbeitsvereinbarung mit neu eintretenden ArbeitnehmerInnen erst nach einem voll abgerechneten Beschäftigungsmonat überhaupt erst abgeschlossen werden.

Beispiel: Betrieb ab 1.3.2020 in Kurzarbeit, Eintritt einer Arbeitnehmerin am 15.3.2020

  • Ab wann kann für die Arbeitnehmerin eine KUA-Vereinbarung gelten? Ab 1.5.2020.
  • Ab wann erhält sie ihr reduziertes Entgelt in Form der Nettoersatzrate (80/85/90%)? Ab 1.5.2020.
  • Ab wann erhält der Arbeitgeber eine Beihilfe? Ab 1.5.2020.

Achtung: In Phase 5 der Kurzarbeit wurde auf Grund des verhängten Lockdowns eine Sonderbestimmung für Tourismusbetriebe eingeführt. Die Voraussetzung der einmonatigen Mindestarbeitszeit bleibt grundsätzlich aufrecht, jedoch:

Alle geschlossenen Saisonbetriebe (Tourismus), die ihr in Österreich gemeldetes Personal zwischen 3.11.2021 und 12.12.2021 (in OÖ 17.12.2021) einstellten, erhielten eine Saisonstarthilfe vom AMS in Höhe von 65% des Bruttogehalts inkl. Lohnnebenkosten. Diese Starthilfe gebührte bis inklusive dem ersten vollentlohnten Kalendermonat (also bis 31.12.2021 oder 31.1.2022). Danach folgte entweder eine normale Beschäftigung oder (im Notfall) Kurzarbeit. Nahe Familienangehörige waren nicht förderbar.