Wie wirken sich Änderungen der Normalarbeitszeit auf das Mindestentgelt aus?

In bestimmten Fällen ist dabei Ihre monatliche Nettoersatzrate (80/85/90%) neu zu berechnen.

Seit Phase 3 gilt: Änderungen der Normalarbeitszeit während der Phase 3, 4 oder 5 oder innerhalb von 30 Tagen davor führen zu einer Neuberechnung Ihres monatlichen Entgelts, jedoch nur im Falle

  • bestimmter Teilzeitarten (z.B. Bildungs-, Pflege- und Altersteilzeit)
  • sowie dann, wenn auf die Änderung der Normalarbeitszeit ein Rechtsanspruch besteht (z.B. bei Elternteilzeit, Sterbebegleitung, etc.).
  • Eine Neuberechnung erfolgt auch, wenn auf die Änderung der Arbeitszeit zwar kein Rechtsanspruch besteht, sie aber nachweislich vor längerer Zeit (31 Tage vor Beginn der Kurzarbeit oder länger) zumindest vereinbart wurden.

In Phase 1 und 2 gilt: Findet der Wechsel der Arbeitszeit in laufender Kurzarbeit statt, so ist die Nettoersatzrate nicht neu zu berechnen.