Was gilt für Alten-, Pflege- und Behindertenheime, Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstige Gesundheitsdienstleistungen?

Für diese Bereiche gibt es wegen des besonderen Risikos eigene Vorschriften: Der Arbeitgeber darf ArbeitnehmerInnen nur in Alten- und Pflegeheime lassen, wenn für sie zweimal pro Woche ein Antigen-Test durchgeführt wird. In bettenführenden Krankenanstalten und Kuranstalten, wenn für sie einmal pro Woche ein  PCR- oder Antigen-Test durchgeführt wird. Der Test muss negativ sein. Bei einem positiven Testergebnis kann der Arbeitgeber ArbeitnehmerInnen dennoch arbeiten lassen, wenn diese

  1. seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind und
  2. laut medizinischem Laborbefund (insbesondere aufgrund eines CT-Werts über 30) keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

Stehen Tests nicht ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, haben Tests von AN mit BewohnerInnenkontakt Vorrang, sonst Tragepflicht von mindestens FFP2-Masken bei Kontakt). Dabei muss der Arbeitgeber die Kosten für den Test übernehmen und die aufgewendete Zeit inklusive Wegzeit (falls an Nicht-Arbeitstagen zu testen ist) als „Dienstverhinderung“ (Arbeitszeit) bezahlen.“

In Alten- und Pflegeheimen müssen ArbeitnehmerInnen durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz und bei Kontakt mit BewohnerInnen FFP2-Masken (bzw. gleichwertige oder höherwertige Masken) tragen.

In Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstigen Gesundheitsdienstleistungen müssen ArbeitnehmerInnen bei Kontakt mit PatientInnen und BesucherInnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn keine Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung besteht (z. B. Plexiglaswand). Stehen Tests nicht ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, haben Tests von AN mit PatientInnenkontakt Vorrang, sonst Tragepflicht von mindestens CPA-, FFP2-Masken bei Kontakt.

Je nach Tätigkeit kann in all diesen Bereichen auch eine Schutzausrüstung für den Eigenschutz, z. B. eine Atemschutzmaske oder Handschuhe, erforderlich sein.