Mein Betrieb ist vom Lockdown betroffen. Bekomme ich einen Ersatz für entgangenes Trinkgeld?

Für November und Dezember 2020 gab es in einzelnen Branchen einen Trinkgeldersatz, der kollektivvertraglich ausverhandelt wurde und gemeinsam mit dem Lohn/Gehalt in Kurzarbeit ausbezahlt wurde.

In Phase 4 gilt nun einheitlich: Jeder Betrieb, in dem üblicherweise ein Trinkgeld gewährt wird, der unmittelbar von einem Lockdown auf Grund der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung betroffen ist und sich in Kurzarbeit befindet, kann auf freiwilliger Basis einen Trinkgeldersatz beim AMS beantragen.

Das gilt aktuell in folgenden Branchen: Beherbergung, Gastgewerbe, Heilmassage, Friseur/Kosmetikstudios, Massage- und Tätowierungs- bzw. Piercingstudios.

Arbeitgeber, die einen Trinkgeldersatz beim AMS beantragen, erhalten damit eine bis zu 5% höhere Förderung für ausgefallene Arbeitsstunden, während ihre Beschäftigen eine entsprechend höhere Entlohnung in Kurzarbeit bekommen.

Achtung: sollte sich Ihr Kurzarbeitsentgelt auf Grund anderer Bestimmungen erhöhen (z.B. einer kollektivvertraglichen Lohn-/Gehaltserhöhung), schmälert das die Option des Trinkgeldersatzes.

Beispiel: Eine KV-Erhöhung um 1,5% bedeutet, dass ein etwaiger Trinkgeldersatz nur im Ausmaß von maximal 3,5% beantragt werden kann.