Muss ich einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske bei der Arbeit tragen?

Seit 1.7.2021 gilt die 2. Covid-Öffnungsverordnung, die kaum noch Vorgaben für einzelne Betriebe enthält. Es sind nur noch Mindeststandards für bestimmte Branchen vorgesehen, in denen die Ansteckungsgefahr aus medizinischer Sicht überdurchschnittlich hoch ist (zB. unmittelbarer Kundenkontakt, Gastronomie, Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheime, etc.).

Darüber hinaus müssen alle Arbeitgeber aufgrund ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht (§ 1157 ABGB) bzw. auf Grundlage des ab 52 Beschäftigten verpflichtenden COVID-19-Sicherheitskonzeptes, dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze so sicher gestaltet sind, dass es zu möglichst wenig Ansteckungen kommen kann. Siehe dazu: „Darf mein Arbeitgeber am Arbeitsplatz strengere Maßnahmen anordnen, als von der Verordnung vorgesehen?

Die nachfolgenden Regelungen der Verordnung gelten grundsätzlich für das gesamte Bundesgebiet. Sonderbestimmungen für Wien finden Sie hier.

Für folgende Berufsgruppen und Betriebe sieht die geltende Verordnung spezielle Schutzmaßnahmen vor:

1. InhaberInnen, BetreiberInnen und ArbeitnehmerInnen von Apotheken, Betriebsstätten des Lebenmitteleinzelhandels (inkl. Tankstellen mit Verkaufsstellen von Lebensmitteln), Banken, Postfilialen, Trafiken: 

Diese Berufsgruppen müssen am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen bei Kundenkontakt unabhängig vom Vorlieger eines Test- oder Impfzertifikats zwingend eine FFP2-Maske tragen. 

2. InhaberInnen, BetreiberInnen und ArbeitnehmerInnen von Betrieben mit unmittelbarem Kundenkontakt, in denen KundInnen, die keinen 2G-Nachweis (Impfung, Genesung) erbringen, eine FFP2-Maske tragen müssen (z.B. sonstiger Handel):

Diese Berufsgruppen müssen am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen bei Personenkontakt eine FFP2-Maske tragen. Sie dürfen jedoch dann ohne Maske arbeiten, wenn:

  • Die Beschäftigten (inkl. Betreiber und Inhaber) einen Nachweis über das Vorliegen eines der „2 G“ (Impfung, Genesung) erbringen. 

Wichtig: Diese Lockerung gilt nicht für Wien!

3.

  • Personen mit Parteienverkehr in Verwaltungsbehörden und an Verwaltungsgerichten
  • InhaberInnen, BetreiberInnen und ArbeitnehmerInnen von Betrieben mit unmittelbarem Kundenkontakt, in denen KundInnen auf Grund der Verordnung einen 3G-Nachweis erbringen müssen (z.B. körpernahe Dienstleister, Gastronomie, Sportstätten, Freizeiteinrichtungen)

Diese Berufsgruppen müssen am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen bei Personenkontakt eine FFP2-Maske tragen. Sie dürfen jedoch dann ohne Maske arbeiten, wenn:

  • Am Arbeitsplatz geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden (z.B. das Anbringen von Plexiglasscheiben), das Infektionsrisiko minimieren können, oder
  • Die Beschäftigten (inkl. Betreiber und Inhaber) und KundInnen/Parteien einen Nachweis über das Vorliegen eines der „3G“ erbringen.

Beispiel: Für den Friseurbesuch benötigt man als Kundin/Kunde einen Nachweis des 3G. Liegt für den Friseur/die Friseurin ebenfalls ein Nachweis der 3G vor, darf diese/r während der Tätigkeit die Schutzmaske abnehmen. Die Faustregel lautet in diesen Bereichen daher: FFP2-Maske oder Vorlage eines 3G-Nachweises.

4. In sonstigen Betriebsstätten gilt für InhaberInnen, BetreiberInnen und ArbeitnehmerInnen in geschlossenen Räumen bei unmittelbarem Kundenkontakt bundesweit eine FFP2-Pflicht. Die Maske darf abgelegt werden, wenn Betroffene einen gültigen 3G-Nachweis erbringen.

5. Beschäftigte in elementaren Bildungseinrichtungen (z.B. Kindergärten, Krippen) und in der außerschulischen Kinderbetreuung (Horte, Tagesmütter- und Väter)

Diese müssen laufend einen gültigen 3G-Nachweis erbringen. Personen, die nicht vollständig geimpft sind, müssen dabei zumindest 1x wöchentlich einen PCR-Test durchführen. Diese Verpflichtung trifft das Betreuungspersonal und das Verwaltungspersonal gleichermaßen.

6. Für Lehrerinnen und Lehrer gelten ab Schulbeginn die Bestimmungen der COVID-19-Schulverordnung (siehe insb. § 5). Die VO können Sie hier aufrufen.

7. Eigene Regeln zur Maskenpflicht gibt es für Alten-, Pflege- und Behindertenheime, Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstige Gesundheitseinrichtungen.

8. Ausnahmen zur FFP2-Maskenpflicht bestehen zudem für Schwangere. Diese müssen stattdessen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weiters müssen LogopädInnen und ihre KundInnen während der Dienstleistung keine Masken tragen.

9. Weiters müssen LogopädInnen und ihre KundInnen während der Dienstleistung keine Masken tragen.

10. Eine generelle Ausnahme von der Maskenpflicht ist auch aus gesundheitlichen Gründen möglich.

Allgemein gilt: Besteht an Ihrem Arbeitsplatz eine Maskenpflicht, muss Ihnen der Arbeitgeber diese kostenlos zur Verfügung stellen.