Überblick: Kurzarbeit Phase 5

Mit 1.7.2021 trat die Kurzarbeit in eine fünfte Phase.

Auf Grund der laufenden Öffnungsschritte und der zunehmenden Ankurbelung der Wirtschaft war eine Anpassung des bestehenden, großzügigen Kurzarbeitsmodells notwendig.

Bis 31.03.2022 standen daher zwei unterschiedliche Modelle zur Verfügung, die sich im grundsätzlichen Ablauf aus Sicht der Beschäftigten kaum von der bekannten „Corona-Kurzarbeit“ unterscheiden.

Während das bisherige, großzügige Kurzarbeitsmodell zwischen 01.07.2021 und 31.03.2022 nur mehr jenen Betrieben zu Gute kam, die von der Krise ganz besonders betroffen waren, führt das neue Standard-Modell zu etwas erschwerten Zugangsbedingungen und einer geringeren Förderhöhe für Betriebe.

Alle Kurzarbeitsprojekte, die ab 1. April 2022 beginnen oder fortgeführt werden, unterliegen einheitlich dem neuen, adaptierten „Standard-Modell“.

Wir haben für Sie die zwei Modelle zum Überblick gegenübergestellt:

 Standard Kurzarbeitsmodell mit geringerer FörderhöheCorona-Kurzarbeit für von der Krise besonders betroffene Branchen
Förderung für den ArbeitgeberBisherige Förderhöhe wird um 15% reduziert. Der Arbeitgeber trägt damit einen Teil zur Finanzierung der Kurzarbeit bei.Bisherige Förderhöhe bleibt unverändert aufrecht 
GeltungsdauerVorläufig bis 30.Juni 2022Bis 31. März 2022
Mindestarbeitszeit50 % Mindestarbeitszeit
in der gesamten Phase (nicht pro Monat!)
30 % Mindestarbeitszeit in der gesamten Phase (nicht pro Monat!). Kann in begründeten Fällen (z.B. Lockdown) zusätzlich unterschritten werden.

Möglich fürAlle Betriebe, die die üblichen Voraussetzungen erfüllen.Jene Betriebe, die im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 einen Umsatzrückgang von zumindest 50 % verzeichnet haben bzw. die von Lockdowns und Betretungsverboten unmittelbar betroffen sind.
Entgelt für ArbeitnehmerInnenDie bisherigen Ersatzraten für die Beschäftigten bleiben unverändert
(90 % / 85 % / 80 %)
UrlaubsverbrauchNeu: Beträgt der Kurzarbeitszeitraum mehr als 1 Monat, Urlaubsabbau von jedenfalls 1 Woche; bei mehr als 3 Kurzarbeitsmonaten 2 Wochen, bei mehr als 5 Kurzarbeitsmonaten 3 Wochen.
AntragstellungFür Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, gilt bisheriger Zugang; für neue Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von 3 Wochen, in der sie Beratungen mit AMS und Sozialpartnern absolvieren müssen.
Achtung: Die verpflichtenden Beratungen wurden von 22.11.2021 bis 31.01.2022 ausgesetzt. Es galt ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren und die Möglichkeit einer rückwirkenden Antragstellung (vier Wochen).