3G am Arbeitsplatz – was heißt das?

Auf Grund der epidemiologischen Lage hat das Gesundheitsministerium entschieden, die schon bisher in den meisten Betrieben praktizierten Nachweispflichten zu vereinheitlichen und auf alle Arbeitsorte auszuweiten.

Seit 1.11. gilt daher eine neue bundesweite Grundregel, nunmehr geregelt in § 8 der 5. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung (Achtung: Ausnahmen für einzelne Berufsgruppen und strengere Regeln in manchen Bundesländern finden Sie unterstehend!):

  • ArbeitnehmerInnen dürfen Arbeitsorte nur betreten, wenn sie einen gültigen 3G-Nachweis mitführen.
  • Gilt für alle Arbeitsorte, an denen physischer Kontakt zu anderen Personen nicht gänzlich ausgeschlossen ist.
  • Die Nachweispflicht gilt nicht, wenn Sie pro Tag höchstens zwei physische Kontakte zu anderen Personen haben, diese nicht länger als jeweils 15 Minuten dauern und ausschließlich im Freien stattfinden.
  • An allen Arbeitsorten ist eine FFP2-Maske zu tragen. Das gilt nicht, wenn ein physischer Kontakt zu anderen Personen ausgeschlossen ist (z.B. im Einzelbüro) oder durch sonstige Schutzmaßnahmen (z.B. Trennwände, Plexiglasscheiben) minimiert werden kann.

Von dieser Grundregel gelten folgende Abweichungen:

1)

Erbringer mobiler Pflege- und Betreuungsdienstleistungen (z.B. Heimhilfen) dürfen auswärtige Arbeitsstellen (z.B. private Wohnungen) nur betreten, wenn Sie einen 2,5 G-Nachweis (Geimpft/Genesen/PCR-Getestet) erbringen. Zusätzlich ist bei Kundenkontakt eine FFP2-Maske zu tragen.

2)

Zusätzlich gilt für  ArbeitnehmerInnen in Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Krankenanstalten, Kuranstalten und sonstigen Orten, an denen Gesundheitsleistungen erbracht werden:

  • 2,5G (Geimpft, Genesen, PCR-Getestet) und
  • Durchgehendes Tragen einer FFP2-Maske.

Hinweis: Im Fall eines positiven Testergebnisses dürfen Sie dennoch arbeiten, wenn

  • mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit nach abgelaufener Infektion vorliegt und
  • auf Grund der medizinischen Laborbefunde, insbesondere auf Grund eines CT-Werts >30, davon ausgegangen werden kann, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

3)

ArbeitnehmerInnen in elementaren Bildungseinrichtungen (z.B. Kindergärten), in der außerschulischen Nachmittagsbetreuung (z.B. Horten) bzw. Tagesmütter/Väter dürfen ihre Arbeitsstellen unter folgenden Voraussetzungen betreten:

  • 2G (Geimpft, Genesen) oder
  • Vorlage eines gültigen negativen Antigen-Tests oder PCR-Tests, wobei zumindest 1x pro Arbeitswoche ein negativer PCR-Test, durchgeführt von einer dazu befugten Stelle, vorzulegen ist.

Hinweis

Seit 16.11.2021 darf an diesen Arbeitsorten ausnahmsweise ein 3G-Nachweis (inkl. Antigen-Test) vorgelegt werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass der PCR-Test aus Gründen der mangelnden Verfügbarkeit oder einer verspäteten Auswertung nicht rechtzeitig eingeholt werden konnte.


4)

In Wien, Salzburg, Tirol, der Steiermark und Oberösterreich wurden für einige Arbeitsorte strengere Nachweispflichten (etwa 2,5 G), bzw. eine kürzere Gültigkeitsdauer für Testergebnisse vorgesehen.