Habe ich ein Recht auf Homeoffice, wenn ich 3G nicht erfülle?

Der Dienstort ist grundsätzlich Teil des zweiseitigen Arbeitsvertrages zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerIn, der auch nur von beiden Teilen geändert werden kann. Eine Änderung des Dienstortes für die Dauer der Pandemie kann daher nur mit Zustimmung beider Seiten erfolgen.

Das neue „Homeoffice-Gesetz“ stellt zudem klar: Arbeit im Homeoffice bedarf einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerIn. Ein ausdrücklicher Rechtsanspruch auf Homeoffice besteht auf Grund dieser Regelung daher in der Regel nicht.

Allerdings betont § 8 der 5. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung klar, dass die berufliche Tätigkeit auf Grund der angespannten Infektionslage vorzugsweise zu Hause stattfinden soll, sofern dies (vor allem technisch) möglich ist. Diese Bestimmung unterstreicht den politischen Appell, wieder vermehrt im Homeoffice zu arbeiten. Sie bedeutet jedoch keinen einseitigen Rechtsanspruch darauf!