Welche Sanktionen drohen bei Nichteinhaltung der COVID-19-Maßnahmen?

Hier muss zwingend zwischen drohenden verwaltungsrechtlichen Sanktionen einerseits und allenfalls arbeitsrechtlichen Konsequenzen unterschieden werden:

Verwaltungsrechtlich gilt:
Wer seinen Arbeitsort trotz Verpflichtung ohne FFP2 Maske oder – sofern noch vorgeschrieben – ohne gültigen 3G-Nachweis betritt, riskiert im Fall einer behördlichen Kontrolle eine Verwaltungsstrafe von bis zu 500 Euro. Ein Arbeitgeber, der für die Einhaltung der verpflichtenden Maßnahmen nicht Sorge trägt, muss darüber hinaus mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 3.600 Euro rechnen.

Arbeitsrechtlich gilt:
Wird entgegen der Verordnungsverpflichtung keine Schutzmaske getragen, können sich daraus arbeits- bzw. disziplinarrechtliche Konsequenzen ergeben. Liegt kein gültiger 3G-Nachweis vor, obwohl ein solcher in der Verordnung vorgeschrieben ist, dürfen Arbeitsorte grundsätzlich nicht betreten werden. Ob Sie für die Dauer der Säumnis weiterhin Ihr Entgelt erhalten bzw. ob sonstige Sanktionen (Versetzungen, Kündigungen, Entlassungen, etc.) zulässig sind, kann nur im Einzelfall beurteilt werden. Dabei ist insbesondere auf den Grund für das Nichtvorhandensein des Nachweises abzustellen: haben Sie alles Zumutbare unternommen, um rechtzeitig einen Nachweis zu erhalten und ist die Säumnis auf äußere Umstände zurückzuführen (z.B. technische Pannen), liegt möglicherweise ein rechtmäßiger Dienstverhinderungsgrund vor. Gerne beraten wir Sie dazu ausführlich!!