Wer gilt aktuell als „genesen“?

Seit 8.11.2021 wurde der Kreis der Genesenen geringfügig eingeschränkt.

Aktuell gilt gemäß § 2 Absatz 2 Ziffer 2 der 5. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung als Genesen, wer einen der folgenden Nachweise mitführt:

  • Genesungsnachweis über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, oder
  • Ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch (PCR-Test) bestätigt wurde, oder
  • Absonderungs(=Quarantäne)-Bescheid, der nicht älter als 180 Tage ist.

Nicht als Nachweis einer Genesung gelten damit seit 8.11.2021 Antikörper-Tests. Begründet wird dies insbesondere damit, dass es für Antikörper-Tests noch keinen etablierten Schwellenwert für den Schutz (kein Schutzkorrelat) gibt. Es gibt nach Ansicht von ExpertInnen also noch zu wenig aussagekräftige Daten, welche Antikörper in welcher Höhe und für welche Dauer einen wirksamen immunologischen Schutz gegen eine neuerliche SARS-CoV-2 Infektion bieten. Das Vorhandensein von Antikörpern – unabhängig von der Titer-Höhe – bedeutet nach Einschätzung von VirologInnen daher nicht, dass eine ausreichende Immunität mit derartiger Sicherheit gegeben ist, um den Antikörper-Test als „Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr“ anzuerkennen.

Beachten Sie jedoch: Gemäß § 1 Absatz 2 Ziffer 1 lit c der 5. COVID-19 Notmaßnahmenverordnung gilt der Impfnachweis als erbracht, wenn Sie nur eine Impfdosis verabreicht bekommen und vor der Impfung ein positiver Antikörpernachweis vorliegt.

Außerdem gilt bis 6.12.2021 folgende Ausnahme: Der Impfnachweis im Sinne der Verordnung gilt als erbracht, wenn Sie nur eine Impfdosis verabreicht bekommen und über einen jeweils gültigen, negativen PCR-Testnachweis verfügen (siehe § 18 Absatz 11 der 5. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung).